Hintergrund

Was wird in Schalke-Nord gemacht?

Die Stadt Gelsenkirchen hat das Gebiet Schalke-Nord aufgrund vorhandener städtebaulicher und soziokultureller Defizite als potentielles Stadtumbaugebiet identifiziert. Daher ist noch im Jahr 2020 die Aufnahme des Gebietes in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ vorgesehen. Voraussetzung für die Festlegung als Fördergebiet und den Einsatz von Fördermitteln ist die Erstellung und Beschlussfassung eines Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) gemäß § 171b des Baugesetzbuches. Die S.T.E.R.N. GmbH ist als Planungsbüro seit Januar 2020 mit der Erarbeitung des IEKs beauftragt und soll bis zum Sommer/Herbst 2020 ein beschlussfähiges integriertes Konzept erstellen.

Was ist ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept?

Ein Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) schafft konkrete, langfristig wirksame und lokal abgestimmte Lösungen für eine Vielzahl von Herausforderungen und Aufgabengebieten, wie zum Beispiel städtebauliche, funktionale oder sozialräumliche Defizite und Anpassungserfordernisse.
Das IEK zeigt Problembereiche innerhalb eines Untersuchungsgebietes auf und bearbeitet sie ergebnisorientiert. Dabei werden regionale und gesamtstädtische Rahmenbedingungen sowie bestehende Konzepte und Planungen für das Untersuchungsgebiet berücksichtigt und in eine Gesamtstrategie eingebettet.
Das IEK verfolgt somit einen ganzheitlichen, integrierten Planungsansatz unter Beachtung städtebaulicher, sozialer, ökonomischer und ökologischer Handlungsfelder. Ziel ist es, bedarfsorientierte und förderfähige Maßnahmen zu entwickeln, mit denen das Gebiet Schalke-Nord nachhaltig stabilisiert und aufgewertet werden kann. In diesem Zusammenhang sollen insbesondere die Wohn-, Arbeits- und Lebensbedingungen in den Wohngebieten wesentlich verbessert werden.
Mit der Beschlussfassung durch die politischen Gremien, voraussichtlich im Juni 2020, erhält das Integrierte Entwicklungskonzept seine bindende Wirkung.

Aktueller Stand

Im Rahmen einer fundierten Bestandsanalyse – bestehend aus einer Vor-Ort Begehung, Analyse vorhandener Gutachten, Konzepte und Daten sowie Gesprächen mit der Bewohnerschaft und (Schlüssel-) Akteuren – wurden in den ersten Monaten zunächst die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse aufgenommen und bewertet. Dazu gehören der Zustand von öffentlichen und privaten Gebäuden und Freiflächen, die Betrachtung der sozialen und kulturellen Einrichtungen, die Erhebung der Verkehrssituation, die Betrachtung von Wirtschaft und Gewerbe und vieles mehr. Mit der Bestandsanalyse und den dazugehörigen Beteiligungsformaten ließen sich Bedarfe ermitteln und Entwicklungsziele sowie Handlungsschwerpunkte, wo und wie die Situation im Gebiet zukünftig verbessert werden kann, ableiten.